Über Zitronen, Hundescheiße & Nahtod-Erfahrungen

Serwas, Grüß Gott und hallo, hier bin ich wieder! Und endlich kann ich sagen, warum ich so lange weg war: Ich hab mir einen ziemlich großen Traum erfüllt – ich habe als Ghostwriterin für die wunderbare, lustige, inspirierende und gescheite Susi Safer ein Buch geschrieben. „Wenn dir das Leben Zitronen gibt“, heißt es und es geht darum, dass das Leben manchmal einfach scheiße ist. Uuuund es geht darum, herauszufinden, wie man diese Scheiße in etwas Positives verwandelt. In Glück, Zufriedenheit und Lebenslust zum Beispiel. Sollte man gelesen haben. Nicht, weil ich von einem Bestseller träume, sondern weil ihre Worte wirklich, wirklich guttun und sie weiß, wovon sie spricht. Das Schicksal hat bei ihr echt nichts ausgelassen: Vom Schädelbruch bis zur Diagnose Brustkrebs und der Info, dass sie nie Kinder haben könnte …

Die vergangenen Monate waren anstrengend, keine Frage. Es ist mühsam, neben einem Vollzeit-Job noch so ein großes Projekt nebenbei zu realisieren. Vor allem, wenn die Deadline dafür nie wirklich weit weg war. Die vergangenen Monate waren aber auch unglaublich spannend, bunt, schön, berührend, motivierend. Ich habe die stundenlangen Telefonate mit Susi als unglaublich bereichernd empfunden und versucht, jedes ihrer Wörter aufzusaugen und in mir zu behalten. Weil ich durch sie das Gefühl bekommen habe, dass blöde Situationen nicht einfach nur blöd sein müssen, sondern auch ziemlich viel Potential für Schönes in sich tragen können. Außer man steigt mit neuen Sneakers in Hundescheiße. Das ist dann einfach nur zach …

Die Gespräche mit Susi haben mich schlussendlich auch dazu motiviert, die Sache mit Afrika tatsächlich mal durchzuziehen. M. hat mich schon mehrmals gefragt, ob ich ihn nach Simbabwe begleiten möchte. Und irgendwie hab ich mich nie so wirklich drüber getraut. Denn wenn man Simbabwe googelt, spuckt das Internet einem ziemlich viele Horrorgeschichten aus: Dürre, Lebensmittelknappheit, Korruption, Armut, … Aber mich hat Afrika schon immer gereizt, die Kultur, die Natur, das Leben dort. Und: Nur daheim sitzen, bringt’s nicht. Also habe ich gesagt, ich komme mit. Nachdem meine Mutter darauf bestanden hat, mir eine Reiseapotheke zusammenzustellen, die 50 Prozent Platz in meinem Koffer in Anspruch genommen hat, habe ich mich auf den Weg gemacht. Zuerst Wuppertal, weil ich nicht allein nach Afrika fliegen wollte.

Der Plan: Keinen Plan haben …

In Deutschland haben wir unser Vorhaben noch mal über einen Haufen geworfen und haben uns schlussendlich sehr, sehr spontan für Kapstadt entschieden. Afrika light, wenn man so will. Das war schon die erste Herausforderung dieser Reise für mich: Mich an keinen Plänen oder vermeintlichen Strukturen festzuhalten, sondern mich auf das einlassen, was kommt. Aber genauso wollte ich das auch. Ausbrechen aus dem Alltag und mich wieder ein bisschen mehr spüren. Ich war so müde und antriebslos und ausgelaugt. Bäh!

Und jetzt gerade sitze ich hier auf dem Balkon mit dem Blick aufs endlos weite Meer und lasse die letzten Tage noch mal in meinem Kopf vorüberziehen: Viel zu viele Weinverkostungen, ein Hiphop-Konzert in einem ziemlich heruntergekommenen Schuppen, abgeschnittene Fingerkuppen und ausgeschlagene Vorderzähne, die Männlichkeit bezeugen sollen, zig Momente des Staunens über die atemberaubende Natur, bla bla bla und die Tatsache, dass meine Augenringe blasser werden und ich mich wirklich um einiges lebendiger fühle als vor der Abreise. Liegt eventuell auch an den Nahtod-Erfahrungen, die ich durch den Sturm hier gemacht habe. Die Kapstädter nennen es „starken Wind“, ich würde es als „Orkan“ bezeichnen.

Oh, und dann war da noch die Sache mit der Polizei … Letzte Nacht waren wir aus und … Moment, M. ruft! Die Sonne scheint und er will an der Promenade spazieren gehen. Bis später! Ich melde mich wieder. Währenddessen könnt ihr ja mal das Buch bestellen: „Wenn das Leben dir Zitronen gibt“ … 😉 Bin nämlich echt sehr gespannt darauf, wie es euch gefällt!

2 Kommentare

  1. tolle geschichte kathi, und großen respekt zu der schreiberei, hast schon oft genug bewiesen das du es kannst, wer weis vielleicht machst ja auch dein eigenes buch.
    alles gute und schönen urlaub

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